Macurungo Zentrum und Schule

Macurungo Zentrum und Schule

Raum zum Leben und Lernen für mehr als 900 Kinder und Jugendliche

1993 begann das Zentrum in Beira die Arbeit mit 4 Zelten, zwei dienten zum Schlafen, eines als Schule und eines als Lager. 40 Kinder fanden hier ein Zuhause. Rasch wurden es mehr. Eine gute Alternative zum Leben auf der Strasse, ohne Angst und ohne Gefahr von Missbrauch. Die Kinder erhielten drei Mahlzeiten pro Tag und sie konnten sich psychisch erholen. Mit lokalen Materialien wurde 1993 ein Zentrum gebaut. Mit der Zeit wohnten 170 Kinder hier und über 300 Kinder aus der Umgebung besuchten die Schule, die ärmsten der Armen, die keine Möglichkeit hatten, die öffentliche Schule zu besuchen, da sie sich weder einen Bleistift noch ein Schulheft leisten konnten.

 

Macurungo Zentrum

 

1999/2000 haben Wirbelstürme und Überschwemmungen mehr Opfer und Zerstörung verursacht als 20 Jahre Krieg! Es gab keine Schlafräume mehr. Die Hälfte des Zentrums wurde vernichtet. ASEM musste wieder von vorne anfangen. 2000/2001 wütete erneut ein Wirbelsturm und fegte weg, was übrig war.

 

Macurungo Schule

 

Mit dem Wiederaufbau erhielten 170 Kinder zwischen 12 und 18 Jahren ein neues Zuhause und eine Berufsausbildung. Alle Kinder und Jugendlichen konnten auch ausserschulische Fertigkeiten erwerben, ein Handwerk lernen, Sport treiben oder sich kulturell betätigen. Dabei profitierten sie gleichzeitig auch von der psychologischen Betreuung und wurden beruflich gefördert.

Die Kinder von ASEM haben eine Reihe von Auszeichnungen und Anerkennungen in Sport und Kultur gewonnen.

 

Macurungo Schule

 

Es dauerte nicht lange, und man zählte 900 Schüler und Jugendliche, die auf Unterstützung angewiesen waren. Die Schüler erhielten das nötige Schulmaterial und eine Mahlzeit. Für viele Kinder war es die einzige Mahlzeit des Tages. Das Programm dauerte bis 2007.

Als das Ministerium für soziale Wohlfahrt 2005/2006 dazu aufrief, dass Kinder nicht mehr in Zentren leben, sondern in die Gesellschaft reintegriert und dort unterstützt werden sollen, begann ASEM 2007 mit einem Reintegrationsprozess welcher bis 2010 dauerte, um alle Kinder in Familien einzugliedern.

2010 war für 80% der Jugendlichen dank des „Sponsor a Trade Programms“ ein Platz in einem Berufsbildungsinternat gefunden. Nach zwei Jahren Ausbildungszeit kehrten sie mit einem anständigen Beruf in ihre Gemeinschaft zurück.

Für die restlichen 20% der Kinder von Macurungo wurde ein Familienzuhause gefunden und ASEM gab ihnen weiterhin Unterstützung mit dem “Sponsor a Child” Programm.
Aus dem Macurungo Zentrum wurde ein Schulzentrum, das 2017 rund 1’200 Kinder besuchen. Die Löhne der 33 Lehrpersonen werden seit 2007 durch das Bildungsministerium getragen, jene der 6 administrativen Mitarbeitenden und des fünfköpfigen Bewachungspersonals durch ASEM.
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